Erbrechen bei Katzen

Erbrechen bei Katzen – was tun? Ursachen & Tipps dafür

Erbricht die Katze, fühlen sich ihre Besitzer unsicher. Anders, als ein gebrochenes Bein oder die Verrenkung eines Wirbels ist das Erbrechen an sich keine Erkrankung, sondern ein Symptom, das auf verschiedene Ursachen hinweisen kann. Einige davon sind harmlos, andere sprechen für lebensbedrohliche Zustände.

Mögliche Ursachen für das Erbrechen bei Katzen

Wenn Katzen erbrechen, entleeren sie ihren Mageninhalt. Dieser kann unverträgliche Bestandteile enthalten wie beispielsweise Kleinteile aus Kunststoff oder Metall, die versehentlich aufgenommen wurden. Auch bakterielle oder virale Infektionen, Parasiten, Unfälle mit Stürzen auf den Kopf, in Pflanzen enthaltene Gifte und verdorbenes Futter können das Übergeben der Katze auslösen.

Darüber hinaus führen bestimmte Erkrankungen zu Störungen im Verdauungstrakt. Dazu zählen unter anderem Leber- und Gallenblasenentzündungen, Nierenerkrankungen, Epilepsie oder Tumore. Selbst Stress und Ängste, beispielsweise ausgelöst durch plötzliche Veränderungen im Lebensumfeld, können dazu führen, dass der Katze übel wird. Nicht zuletzt spielen Allergien und Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Futterzusätzen und Proteinen beim Auslösen des Erbrechens eine große Rolle.

Warum Katzen Gras fressen und erbrechen?

Beim Putzen nehmen Katzen von Natur aus viele Körperhaare auf. Insbesondere bei langhaarigen Rassen sammeln sich von ihnen im Magen- und Darmtrakt Unmengen an. Da diese die Durchlässigkeit des Verdauungstrakts für das Futter beeinträchtigen, macht es Sinn, dass die Katze von sich aus versucht, die lästigen Fremdkörper so schnell wie möglich los zu werden. Deswegen frisst sie Gras. Die Halme wickeln sich um die Katzenhaare oder um andere Fremdkörper, um das Erbrechen auszulösen. Insbesondere bei spitzen und scharfkantigen Gegenständen wird beim Herauswürgen des Mageninhalts die Verletzung des Darms vermieden.

Warum die andere Ursachen zum Erbrechen führen?

Leidet die Katze an einer Infektionskrankheit, produzieren Bakterien oder Viren im Magen-Darmtrakt Stoffe, die die Schleimhaut reizen. Diese entzündet sich und kann ihrer eigentlichen Funktion nicht mehr nachkommen. Unternimmt der Katzenbesitzer gegen die Erkrankung nichts, vermehren sich die Keime und zum Erbrechen kommen andere Beschweren hinzu wie Durchfall, Abmagerung, blutiger Stuhl beziehungsweise Fieber, ausgelöst durch die Entzündung anderer Organe.

Ähnliche entzündliche Prozesse laufen ab, wenn der Vierbeiner unter einer Allergie oder Stoffwechselerkrankung leidet. Zu bedenken ist auch, dass Magen-Darm-Erkrankungen, die das Erbrechen auslösen, die Darmflora nachhaltig schädigen. Das Risiko der Entstehung eines Reizmagens oder Reizdarms steigt damit an. Beide Erkrankungen können fortbestehen, wenn das eigentliche Übel für das Erbrechen längst beseitigt ist.

Behandlung von Erbrechen bei der Katze

Erbricht die Katze, um ihren Darm von Haaren zu befreien, ist dies kein Grund zur Besorgnis. Dieser Vorgang ist sogar erwünscht, damit der Magen-Darm-Trakt ordnungsgemäß funktioniert. Hat die Katze einen Fremdkörper verschluckt und bringt sie diesen mit dem Erbrechen ans Tageslicht, dürfte das Problem ebenso behoben sein.

Auch ist es kein Problem, wenn es sich beim Erbrechen um einen einmaligen stressbedingten Vorfall handelt, der sich einem bestimmten Ereignis zuordnen lässt wie beispielsweise einer Reise oder einem Tierarztbesuch. Um den Magen zu beruhigen, empfiehlt sich für die nächsten Tage eine leicht verdauliche Kost, die aus Reis und gekochtem Hühnchen oder aus Hüttenkäse und gedünstetem Gemüse bestehen kann.

Erbrechen in Kombination mit anderen Symptomen

Wenn zum Erbrechen Fieber hinzukommt, die Katze apathisch wirkt oder das Unwohlsein länger anhält, sollte auf jeden Fall der Tierarzt unverzüglich aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn von einer Vergiftung oder einem Unfall ausgegangen werden kann. Denn dann handelt es sich oft um lebensbedrohliche Zustände.

Bei einem Jungtier sollte mit dem Tierarztbesuch ebenfalls nicht lange gewartet werden, da dieses schnell austrocknet und weil Keime im kleinen Organismus größere Schäden anrichten. Der Behandelnde wird zunächst nach der Ursache des Erbrechens forschen. Manchmal sind dazu Blut- und Urinuntersuchungen beziehungsweise bildgebende Verfahren notwendig.

Im nächsten Schritt wird die Therapie eingeleitet. Je nach Auslöser des Erbrechens oder Schwere der Grunderkrankung werden Schonung, Diät und/oder Medikamente verordnet. Selten ist eine Operation unumgänglich.

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