Katze hechelt

Meine Katze hechelt – 4 mögliche Gründe und Tipps dazu

Hecheln bei Tieren ist nichts Unbekanntes. Hunde sind ständig am Hecheln und bei ihnen dient dies zur Regulation der Körpertemperatur. Bei der Katze ist das Hecheln allerdings eher ein unbekanntes Phänomen. Sie kann ihre Temperatur besser über die Schweißdrüsen regulieren. Diese hat sie zum Beispiel an den Pfoten und wenn es im Sommer etwas wärmer wird, dann gibt die Katze die überschüssige Wärme über die Pfoten ab.

Welche Gründe kann es dennoch geben, dass die Katze hechelt und kann dies auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen sein?

1. Anstrengung nach dem Spielen

Katzen sind sehr verspielte Tiere. In der Natur jagen Sie allerlei kleine Nagetiere und teilweise auch Vögel. Dieser natürliche Trieb kann auch in der Wohnung ausgelebt werden. Mit dem richtigen Spielzeug kann die Katze durch die Wohnung oder das eigene Haus gejagt werden.
Nach dieser körperlichen Anstrengung kann es dazu kommen, dass die Katze anfängt zu hecheln. Dies ist auf zwei Gründe zurückzuführen. Ähnlich wie beim Menschen ist die Katze nach dem Spielen außer Atem. Durch das Hecheln nimmt sie mehr Sauerstoff auf. Des Weiteren wird durch das Hecheln die Körpertemperatur besser reguliert. Zwar verfügt die Katze auch über Schweißdrüsen, diese können die Körpertemperatur aber nicht immer vollständig regulieren.

Das Hecheln ist hierbei nichts Außergewöhnliches. Eine kurze Pause kann helfen, dass die Katze sich wieder erholen kann.

2. Katze hechelt bei Hitze

Im Sommer kann es dazu kommen, dass die Wohnung sich aufheizt und es keine richtige Abkühlungsmöglichkeiten für die Katze gibt. Gerade bei Wohnungen, die unter dem Dach liegen können die Räume sich stark erhitzen.

Um die warme Temperatur auszugleichen fängt die Katze an zu hecheln. Anders als beim Spielen ist eine kurze Erholung nicht immer ausreichend. Wenn die Hitze zum Dauerzustand wird und die Katze den ganzen Tag über hechelt kann dies kritisch für den gesundheitlichen Zustand der Katze werden.

Wenn die Katze etwas eingeschränkt in den Bewegungen wirkt und nur noch schwach auf den Pfoten umherläuft kann ein Hitzschlag auftreten. Hier sollte ein Besuch beim Tierarzt helfen, um abzuklären ob ein Hitzschlag vorliegt.

3. Katze hechelt als Stressreaktion

Wer einen Hund hat wird dies wahrscheinlich schon öfter beobachtet haben. Wenn er Angst hat oder Stress ansteht, dann fängt er an zu hecheln.

Katzen können eine ähnliche Reaktion zeigen. Sie sind eher Gewohnheitstiere als Hunde und wenn Katzen aus der gewohnten Umgebung gerissen werden, dann kann das Hecheln als Ausdruck des Stresses dienen.

Bleiben Katzen in der Wohnung und müssen nur selten zum Tierarzt, dann steht sie wahrscheinlich nur selten unter Stress, sodass das Hecheln bemerkt wird.

Für viele Katzen ist der Transport in einer Box oder die große Lautstärke an Silvester allerdings ein Grund zu hecheln. Das Hecheln ist Ausdruck des Stresses und kann eine temperatursenkende Maßnahme zugleich.

Damit die Katze sich beruhigt hilft es sie zu streicheln und Zuneigung zu zeigen. Dadurch fühlt die Katze sich geborgen. Auch das Lieblingsspielzeug kann zur Beruhigung beitragen.

Steht ein Umzug an, dann benötigt die Katze zu Beginn noch etwas Ruhe und sie muss sich an die neue Wohnung gewöhnen. Hier hilft es, wenn die Katze die Wohnung auf eigene Faust erkunden kann.

4. Symptom einer Krankheit

In den meisten Fällen ist das Hecheln natürlichen Ursprungs und kein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung. Wenn Die Katze allerdings dauerhaft hechelt und nicht nur in Ausnahmesituationen, dann kann dies ein Hinweis auf eine Herzerkrankung sein.

Ursache ist hierfür bei vielen Katzen eine angeborene Herzschwäche. Bei dieser ist der Herzmuskel verdickt und kann nicht mehr die volle Leistung bringen. Dies äußert sich darin, dass die Katze ständig hechelt.

Ist die Katze zudem relativ appetitlos und leidet schneller unter warmen Temperaturen, dann sollte dies dringend mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

In der Regel ist das Hecheln aber nur die Reaktion auf eine Stresssituation oder als Regulierung der Körpertemperatur anzusehen. Wenn es nur über kurze Zeit auftritt ist es völlig normal und kein Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung.

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